2020 – das Jahr ohne Rennen?

Ich melde mich auch mal wieder mit einem längeren Beitrag. Wie für so viele, wurden auch meine Pläne in den vergangenen Monaten komplett auf den Kopf gestellt.

… und dann kam Corona

Ins neue Jahr bin ich gut gestartet. Im Januar konnte ich in Dubai viele Grundlagenkilometer mit tollen (Trainings-)Kollegen absolvieren und auch im Krafttraining machte ich schöne Fortschritte. Anfang März reiste ich für die unmittelbare Saisonvorbereitung nach Mallorca in ein weiteres Trainingslager. Bei tollem Wetter trainierte ich nochmals ordentlich. Da die Corona Situation immer unübersichtlicher wurde, entschloss ich mich, das Lager vorzeitig abzubrechen und in die Schweiz zurück zu reisen. Ein guter Entscheid, das Hotel schloss zwei Tage später seine Türen.
Glücklicherweise konnte ich trotz Lockdown weiterhin draussen trainieren, was meiner Stimmung unglaublich gut tat. Ich hoffte noch immer, dass die Paralympics 2020 stattfinden würden. Auf dieses Ziel habe ich Jahre lang hingearbeitet und alles darauf ausgerichtet. Mein Praktikum bei Swiss Paralympic ging Ende April zu Ende. Ich wollte mich danach bis zu den Paralympics komplett auf den Sport konzentrieren.

Paralympics verschoben

Bald darauf fiel der Entscheid, die Olympischen- und Paralympischen Spiele um ein Jahr zu verschieben. Ein absolut korrekter und verständlicher Entscheid. Es stellt sich sofort die Frage was nun?
Für mich ist sofort klar, dass ich dann halt in einem Jahr an den Paralympics am Start stehen will. Doch plötzlich rückt ein unmittelbares Ziel wieder in weite Ferne (aus sportlicher Sicht) und alle Zwischziele, sprich weitere Rennen, werden ebenfalls abgesagt. Plötzlich habe ich, in zweifacher Hinsicht, viel mehr Zeit als mir lieb ist. Ich arbeite nicht mehr und der nächste grosse Wettkampf findet erst in 18 Monaten statt. Was nun? Ein paar Tage (oder ehrlicherweise Wochen…) lang war es witzig den TV- und Gamekonsum zu erhöhen. Meine Trainings habe ich weiterhin mit mehr oder weniger Elan weitergeführt. Die harten Trainings zur Wettkampfvorbereitung rückten wieder in den Hintergrund. Ich nutzte die Zeit ohne Wettkampfdruck für längere Touren durch den schönen Jura. Highlight war bislang eine Tour über die beiden Hauensteinübergänge mit knapp 80km und 1’000hm. Aber auch die intensiveren Trainings werden bald wieder Platz in meinem Trainingsplan finden.

und jetzt?

Stand heute (13.05.2020) sind alle Rennen die ich geplant hatte abgesagt oder zumindest verschoben. In der jetztigen Situation ist (zumindest für mich) nicht absehbar, ob ich dieses Jahr noch ein Rennen bestreiten werde. Ausserdem wird mir einmal mehr klar, dass mir das reine Profileben nicht entspricht. Alleine mit dem Sport fehlt mir die Abwechslung und ich brauche etwas für den Kopf, wie beispielsweise das tolle Praktikum welches ich bei Swiss Paralympic absolvieren durfte. In dieser Situation gar nicht so einfach etwas neues zu finden. Falls also jemand in der werten Leserschaft eine kleine Anstellung in einem tiefen Prozentbereich für einen Betriebsökonomen hat oder weiss, lasst es mich wissen :).

Auf meinen Social Media Kanälen versuche ich euch etwas über mein rennfreies Handbikerleben auf dem laufenden zu halten. Über Kommentare und Nachrichten freue ich mich immer.

#staysafe, #stayhealthy

Tobias

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