WM Nottwil

Die WM in Nottwil war für mich grössten Teils ein super Erlebnis. Der krönende Abschluss blieb mir aber verwehrt.

Der Reihe nach: Die Organisatoren der WM gaben sich grosse Mühe einen würdigen Rahmen für unsere Sportart zu stellen. Ich denke das gelang ihnen auch sehr gut. Für mich ging die WM am Mittwochabend los. Zur Eröffnung stand die Handbikestaffel auf dem Programm. Bei kalten Temperaturen und Regen startete ich zusammen mit Jean-Marc Berset und Heinz Frei in den Wettkampf. Nach einem etwas missglückten Start von Jean-Marc konnte ich auf meiner ersten Ablösung viel aufholen und uns auf Rang zwei nach vorne bringen, da Goldkandidat USA auch Pech hatte und hinter uns lag. Italien war wie gewohnt vorne weg. Wir kämpften mit den USA um Silber, den Kampf verloren wir dann doch deutlich, da Heinz als H3er gegen den H5er der USA nichts ausrichten konnte. Für uns war es aber ein toller Einstand in die WM und für mich war es toll, so viele bekannte Gesichter am Streckenrand zu sehen!

Weiter gings für mich am Freitag mit dem Zeitfahren. Wer mich kennt weiss, dass ich nicht gerade der begnadetste Zeitfahrer bin. Auf der Heimstrecke hoffte ich aber doch auf eine Überraschung. Ich fand schnell einen guten Rhythmus und wurde von Jean-Jacques Petitpierre im Begleitfahrzeug gut über die Strecke geführt. Ich hatte so viel Energie wie noch nie und konnte zwei tolle Runden zeigen. Es reichte für Bronze hinter den beiden Dauersiegern Mazzone und Groulx.Für die gesamte Equipe war der Tag höchst erfreulich. Heinz gewann Silber. Lukas Weber, für mich doch etwas überraschend, Bronze im MH3. Die grösste Sensation war die Bronzemedaille von Beni Früh im MH1 und auch Sandra Graf kann eine weitere Medaille in die Vitrine legen.

Am Sonntag zeigten sich mir dann auch die Schattenseiten des Sports. Im Strassenrennen kam ich bereits in der ersten Runde mit Groulx weg. In der Abfahrt überraschte er mich aber mit einem frühen Bremsmanöver. Die Folge bei mir: Bremsplatten im Vorderrad. Der Defekt konnte zum Glück vom Mechaniker behoben werden, doch verlor ich zwei Minuten und fiel auf Rang 9(!) zurück. Meine Aufholjagd schien sich zu lohnen und ich fuhr wieder in die Gruppe um Rang 3 mit Lion, Sheridan und Backmann rein. Doch in der letzten Runde verabschiedete sich der Wechsler beim Vorderrad und ich konnte nur noch mit dem Umwerfer auf den grossen Scheiben schalten. So kam ich zwar als führender meiner Gruppe ins Stadion, konnte den grossen Gang aber nicht durchdrücken und verlor den Sprint gegen Backmann. So kanns gehen. Ich hoffe ich habe nun die Defekte für die nächsten Jahre eingezogen.

Zum Schluss möchte ich mich aber noch ganz herzlich bei den vielen Freunden und Bekannten bedanken, welche in dieser Woche den Weg nach Nottwil gefunden und mich Unterstützt haben!!!!!

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